Glauser Nominierung

 

Der Kurzkrimi „Monopoly“ von Judith Merchant, erschienen in der Anthologie „Money“,  wurde für den Friedrich-Glauser-Preis 2009 nominiert.

 

Im vergangenen November erschien „Money. Geschichten von schönen Scheinen“ mit jenen zwanzig Kurzgeschichten, die den Einzug in das Finale des Kärntner Krimipreises 2008 geschafft hatten. Jetzt wurde einer der Beiträge auch für den Friedrich-Glauser-Preis 2009 (Kategorie Kurzkrimi) nominiert: „Monopoly“ von Judith Merchant.

 

Judith Merchant, geb. 1976, Germanistin, Dozentin für Literatur und „Eine Mörderische Schwester aus Dollendorf“, wie der Bonner General-Anzeiger titelte, lebt in Königswinter am Rhein. Ihre Kurzgeschichte „Monopoly“ kommt ganz ohne solch klar definierte Angaben von Personen oder Orten aus, sie kann überall spielen: Eine Frau, arbeitslos, am Tag nach ihrem Geburtstag und noch berauscht von der Nacht zuvor. Sie geht shoppen, sie gönnt sich etwas, sie findet unerwartet einige Geldscheine in ihrer Handtasche und sie weiß nicht, woher sie stammen. Ahnungen steigen in ihr auf … „Alles im Leben hat seinen Preis. Nicht immer ist er fair und deutlich ausgezeichnet, aber zahlen muss man ihn früher oder später …“ Um nicht mehr zu verraten, sei hier nur frei ergänzt: „… auch wenn nicht immer alles so ist, wie es scheint“.  Krimifreunden sei diese Geschichte um das Spiel mit den Scheinen und dem Schein wärmstens ans Herz gelegt!

 

Noch eine „Glauser“-Anwärterin

Unter den „Geschichten von schönen Scheinen“ findet sich übrigens auch eine der Wiener Autorin Amaryllis Sommerer, die bereits mehrfach im Rennen für Literaturpreise war und nun ebenfalls für einen Glauser-Preis 2009 nominiert wurde: in der Kategorie Debutroman mit ihrem Psychothriller „Selmas Zeichen“.

 

 

Es lohnt sich also hineinzuschauen in die Anthologie des Kärntner Krimipreises. Nachdenklich stimmender Zündstoff, Sex & Crime, Tragik & Komik, leise und laute Töne bis hin zu bizarren Auswüchsen krimineller wie kriminalistischer Fantasie … die Bandbreite der Geschichten vom „Money“ ist groß und die Qualität – laut der Jurys zweier Krimipreise – offenbar hoch.

 

Der Friedrich-Glauser-Preis

Der Friedrich-Glauser-Preis ist der wichtigste, höchstdotierte Preis der deutschsprachigen Kriminalliteratur. Er wird jedes Jahr vom „Syndikat“ in mehreren Kategorien ausgeschrieben. Die Preisverleihung findet immer im Rahmen der „Criminale“ statt – dieses Jahr am 9. Mai 2009 in Singen/Schaffhausen. Weitere Informationen zum Friedrich-Glauser-Preis unter www.das-syndikat.com zum Kärntner Krimipreis unter www.kaerntner-krimipreis.at

 

Das Buch

Susanne Schubarsky, Fran Henz (Hrsg)

Money. Geschichten von schönen Scheinen

Anthologie zum Kärntner Krimipreis 2008

Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2008

216 Seiten, 12 x 19 cm,

ISBN 978-3-7084-0328-1

€ 9,90

 

 

Im Buchhandel, bei Amazon oder unter www.verlagheyn.at

 

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